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Tiergesundheits-Sortiment trifft Schulung: Warum beides zusammengehört

  • info355531
  • 11. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Im Bereich Tiergesundheit reicht es nicht, einfach ein gutes Sortiment ins Regal zu stellen. Genauso wenig reicht es, nur Schulungen anzubieten, wenn das Regal die falschen Produkte zeigt oder unübersichtlich aufgebaut ist. Wirklich erfolgreich wird Tiergesundheit im Fachhandel erst dann, wenn Sortiment und Schulung wie Zahnräder ineinandergreifen.


Der Grund ist simpel: Tiergesundheit ist beratungsbedürftig. Tierhalter kaufen Gesundheitsprodukte nicht wie Leckerchen, sondern mit Unsicherheit und dem Wunsch nach Orientierung. Wenn die Mitarbeiter nicht erklären können, wofür ein Produkt gedacht ist, wie es angewendet wird und wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist, bleibt das Regal ein Produktstapel. Umgekehrt kann selbst das bestgeschulte Team nicht überzeugen, wenn das Sortiment zu breit, zu unklar oder nicht auf die typischen Alltagsprobleme der Kunden abgestimmt ist.


In meinen Projekten im Fachhandel sehe ich immer wieder dieselbe Dynamik: Wo das Sortiment nach Symptomen strukturiert ist und die Mitarbeiter wenige, aber sichere Empfehlungen beherrschen, entstehen Beratungsgespräche, Vertrauen und Wiederkäufe. Wo dagegen Produkte ohne Konzept zusammenstehen und Schulung fehlt, verstauben auch hochwertige Artikel, weil niemand den Kunden den ersten Schritt abnimmt. Gerade bei Themen wie Magen und Darm, Fellwechsel, Bewegung im Alter oder Haut und Juckreiz entscheidet nicht das Produkt allein, sondern die Einordnung im Gespräch.


Sortiment und Schulung gehören deshalb auch organisatorisch zusammen gedacht. Die Sortimentsplanung sollte festlegen, welche Indikationsfelder am Standort wirklich relevant sind und welche Kernprodukte pro Themenfeld empfohlen werden. Die Schulung sollte genau diese Kernprodukte abdecken, dazu typische Kundensätze, die richtigen Rückfragen und klare Leitplanken, wann man an den Tierarzt verweist. So entsteht ein System, das skalierbar ist und nicht davon abhängt, ob gerade zufällig der eine Mitarbeiter auf der Fläche steht, der sich auskennt.


Mein Fazit: Wer Tiergesundheit als Umsatz- und Kundenbindungsfeld entwickeln will, sollte nicht in Regalmeter oder Einzelschulungen denken, sondern in einem Gesamtkonzept. Ein klarer Regalaufbau, ein fokussiertes Sortiment und eine praxisnahe Schulung sind keine drei separaten Projekte, sondern ein gemeinsamer Erfolgsfaktor.


 
 
 

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